Es würde mich nicht wundern, wenn in den letzten Wochen der Eindruck entstanden sein könnte, dass BerniKaloe noch immer die Füße am Strand hat, den Sekt vor der Nase und jedwede Urlaubsattitüde bedient.
Na klar! Spätsommer – unsere Zeit! Doch weit gefehlt!

Insider können durchaus anderes berichten, denn in den letzten drei Wochen wurde hinter dem Vorhang unermüdlich weiter am ersten BerniKaloe-Album gearbeitet.
So habe ich mindestens 987654 mal die Songs gehört, beinahe jeden Tag unseren Peter mit Änderungswünschen in den Wahnsinn getrieben und die Weichen für das Konzert zum Album-Release gestellt. Es wurde gemixt, das Coverlayout hoch und runter diskutiert, Flyer erstellt, Pressearbeit verrichtet, um dann an gespannten Nerven-Drahtseilen nach Berlin zur Album-Abnahme zu fahren.
BerniKaloe Album Mixing in Berlin

Bei Christoph Stahlhauer – der Mann am Mischer – haben Berni und ich, zusammen mit Peter, „Sowas wie Liebe“ den letzten Schliff verpasst. Ja, „Sowas wie Liebe“ – so heißt es nun, das erste Album. Und wir sind immer noch ganz verzaubert, was in diesem Sommer entstanden ist. Jedoch haben wir noch längst nicht das Ziel erreicht. Ok, das Meiste ist geschafft. Nun ist es nur noch ein winzig-großer Schritt zur Veröffentlichung.

Die Platte geht in den nächsten Tagen in die „Pressung“ und für uns beginnen die Proben zum Release-Konzert am 24.10.2015 im „Café Hirsch“ der Feuerwache. Und alle sind sie mit an Bord! Ein wenig graut es mich schon davor, acht Musiker im Bann zu halten, aber auch das werden alle überstehen – denn am Ende klingelt der 24.10.2015 an der Tür und begrüßt uns mit „Vorhang hoch – auf die Bühne!“

Keine Frage!

…wenn’s nach mir gehen würde, würden wir auch bei den Proben und während der Aufnahmen geschniegelt in Anzügen spielen und Berni müsste ihr „Lametta“ tragen.

Und ja, ich gebe es zu! Dieser „Etepetete-Tick“ ist zuweilen nervig. Und wenn er in meiner ganz eigenen und typischen Art auf Teufel komm raus auf jeden darnieder hagelt, ist er nicht ganz so einfach zu kompensieren.

Doch Leute – ganz ehrlich! Wir sind BerniKaloe! DAS, DER, DIE BerniKaloe! Unsere Zuhörer, Zuschauer und Sympathisanten erwarten etwas von uns. Wir sind Magdeburgs Antwort auf „Wann gib’s hier denn mal was Neues?“, Sachsen-Anhalts Mantra gegen das „Nichtstehenbleiben“ und Deutschlands letztes weißes Fleckchen Musikerde, das nur noch darauf wartet, entdeckt zu werden – zumindest in meinem Kopf.

Aber lassen wir den Dom in MD. Wir sind eine schnucklige kleine Band, mit dem Herz auf der Zunge und jede Menge Leben im Gepäck.

Es ist Sommer 2015. Das erste Album und wir. Wir und das erste Album – endlich! Session, 30 Grad im Schatten, acht Stunden spielen. Und zwischendurch ein Gläschen Prosecco. Denn wenn schon in Schlabberklamotten, Dreitagebart und völlig durchgeschwitzt, dann wenigstens mit Stil! Da passt es doch ausgezeichnet, den nächsten Beitrag zum Aufnahme-Tagebuch in visueller Form mit euch zu teilen.

Also schnappte ich mir unseren ebenfalls charmanten Gitarristen Steven – mitgehangen, mitgefangen – und ließ uns von unserem Tausendsassa Peter „interview-like“ filmen.

Viel Spaß dabei!